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.Neugestaltung Strassenraum Sulzerareal zurück123456789weiter
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Stichwort: Transformation Strassenraum
Auslober: Stadt Winterthur, Amt für Städtebau
Ort: Winterthur
Verfahren: Studienauftrag 2023
Verkehrsplanung: Schneiter Verkehrsplanung AG, Zürich
Bauingenieurwesen: Hunziker Betatech AG, Zürich
Kurzbeschrieb: Herkunft
Das Sulzerareal war über lange Zeit das Herz und der Motor der Stadt Winterthur, die dort gefertigten Produkte trugen den Namen der Stadt in die ganze Welt hinaus. Umnutzungen der alten Hallen und Neubauten zusammen mit uminterpretierten und neu geschaffenen Freiräumen schreiben die Geschichte fort und führen in eine neue lebendige Zukunft.
Weiterhin Arbeitsort für viele Hundert Beschäftigte, aber in ganz anderen Sektoren tätig, und neu auch Wohnstatt für viele Menschen hat das Areal und seine Freiräume neue Aufgaben zu erfüllen. Waren es vormals vor allem Lagerflächen und Bewegungsräume für Materialien und industrielle Güter sind künftig Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen mit all ihren Bedürfnissen gefragt.
Dabei tritt das industrielle Erbe nicht in den Hintergrund, sondern bleibt dank der Kraft der Industriebauten weiterhin der Erzähler der Geschichte.

Zukunft
Die Freiräume, um die es im Studienauftrag geht, müssen sehr viel leisten in historisch gewachsenen Räumen und den daraus resultierenden knappen Flächen. Dafür braucht es Toleranz und Rücksicht, ein Miteinander statt einer Hierarchisierung der Nutzenden. Eine hohe Raumqualität, ein besseres Mikroklima und ein gutes Sicherheitsgefühl transformieren die heute verkehrsbetonten Strassenräume in Lebensräume und Begegnungsorte.

Stadtboden
In der Ära der industriellen Produktion war der Boden fast komplett versiegelt oder mindestens mineralisch belegt. Asphaltflächen, Betonplatten, manchmal Natursteinpflästerungen in Randbereichen oder zwischen den Geleisen, Kiesflächen als Lagerplätze gehören zum Bild der Industriegeschichte. Die Zukunft unserer Stadt als Lebensort mit den klimatischen Herausforderungen muss jedoch eine andere sein: wo immer möglich muss der Boden beschattet, hell materialisiert, entsiegelt, sickerfähig oder sogar begrünt sein. Wir sind überzeugt: Die historischen Industriebauten ertragen eine solche Neuschreibung ihres Umfeldes, die Kraft ihrer Ausstrahlung lässt sie ihre Geschichte ungerührt weitererzählen.

Materialien
Material vor Ort soll so weit es geht wiederverwendet werden. Die Fahrbereiche bleiben asphaltiert, der Rest des Stadtbodens wird entsiegelt oder hell materialisiert. Da Ortbeton einen hohen Albedowert aufweist werden Bodenplatten und Betonwände als Re-Use-Elemente in den Fussgängerbereichen als Platten eingesetzt. Wenn der Bestand nicht ausreicht wird mit neuen Betonplatten aus Recyclingbeton mit deutlich geringerem Zementanteil ergänzt.
Bei Bedarf werden bei den Baumpflanzungen Gussroste als Querungsmöglichkeiten verwendet. Sie schreiben die Materialgeschichte des Sulzerareals und der vorangegangenen Planungen fort und erhöhen die Bewegungsflächen ohne den Wurzelraum der Bäume einzuschränken.

Pflanzen
Die Stadt der Zukunft muss grüner sein, um die Folgen des Klimawandels (Hitze, Starkregen) abzumildern und vielfältiger, um ihren Baumbestand gegen die Risiken neuer Schädlinge und Krankheiten zu wappnen.
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